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 Direktvermarktung verteuert Strompreis

Verehrter Leser,

Mit dieser Beitrag sollte bewusst nicht die rechtliche sondern die politisch-ideelle Sicht der so genannten Direktvermarktung von Windstrom betrachten.

Begriff:
Der Begriff "Direktvermarktung" ist in diesem Zusammenhang irreführend, da es sich nicht um eine echte Direktvermarktung handelt, sondern um ein Vergütungsmodell, dessen Hintergrund den Bundesbürgern und selbst vielen Windparkbeteiligten unbekannt ist.

Der Vergütungspreis für den sog. direkt vermarkteten Strom geht dabei nicht direkt an den Erzeuger, sondern an den Dienstleister/Händler. Im Falle einer niedrigeren als die EEG Vergütung, greift diese. Im Falle einer höheren geht sie an den Dienstleister, jeweils zzgl. einer Marktprämie von bis zu 1,2 Ct. in 2012 und 0,6 Ct. in 2013 

Was soll mit dieser sog. Direktvermarktung eigentlich erreicht werden?
Es wird von Seiten der Politik argumentiert, dass die Marktteilnehmer auf die zukünftigen Marktbedingungen vorbereitet werden.
Dies ist sicherlich unrichtig, denn es herrschen weder in der Menge noch im Preis reine Marktbedingungen. Außerdem greift das EEG für die älteren Windenergieanlagen noch knapp 9 Jahre, hier müsste heute keineswegs auf den Markt vorbereitet werden.

Offensichtlich wird ein anderes Ziel verfolgt. Es soll möglicherweise Stimmung gegen die (privaten) Stromerzeuger gemacht, um politisch das System des bisherigen EEG zu begraben (siehe Solarenergie). Das Marktprämienmodell hat für die Allgemeinheit den Effekt, dass der Strompreis ohne irgend einen Nutzen steigt!
Man wird höchstwahrscheinlich in der politischen Öffentlichkeit argumentieren, dass das EEG in der bisherigen Fassung nicht mehr erforderlich ist, weil ja die Windenergiebetreiber bereits zur Direktvermarktung gewechselt sind und dies offensichtlich funktioniert.
 
Auf was verzichten die Wind-KGs, wenn sie sich  nicht  für die sog. Direktvermarktung entscheiden?
Die Mehreinnahmen entsprechen einer möglichen Ausschüttung/Entnahme von ca. 5 – 6 % auf das Eigenkapital verteilt auf 4 Jahre, d. h. im Durchschnitt 1,5 % p.a.

Welches Risiko gehen Windparkbetreiber ein?
Zum einen besteht für die Betreiber (KG’s) das Risiko eines Ausfalles der Vergütung, weil ein Dritter, z.B. Fehler macht, insolvent wird usw.
Den weitaus größeren Schaden sehe ich in der Werthaltigkeit der Windenergieanlagen, einschließlich der Grundstücke. insbesondere für den Weiterbetrieb nach Ende der festgesetzten Vergütung nach dem EEG und für mögliche neue Anlagen.

Aufgrund des hohen Angebotes von Windstrom in Starkwindfasen wird kaum mehr eine ausreichende Vergütung für den Betrieb der Windanlagen von Privatinvestoren zu bekommen sein. Der Marktanteil der Energiekonzerne wird steigen.

Die Informationen aus der sog. Direktvermarktung kommen in der Regel nicht beim Windanlagenbetreiber/Investor an.

Fazit:
Mit dem Wechsel in das Marktprämienmodell werden den Energiekonzernen und der Politik (Schein-) Argumente geliefert, dass es ohne EEG geht. Die privaten Betreiber der Windparks verlieren aber auf lange Sicht den Marktzugang. Mit dem Wechsel in ein Marktprämienmodell sägen sie an dem Ast, auf dem sie sitzen.
Sind die maximal 6 % Mehrertrag auf vier Jahre verteilt das wert, wenn sich möglicherweise der Wert der Anlagen, der Grundstücke und der Infrastruktur sich erheblich verringert und der Marktzugang für ein solches Investment der breiten Bevölkerung zukünftig verschlossen bleibt?
Für den Verbraucher erhöht sich der Strompreis ohne Grund!

 

Energiewende - Dezentral ist Ideal

 Sehr geehrte Damen und Herren, 


Sowohl der Stromverbrauch als auch die Erzeugung von Strom aus Sonne und Wind unterliegen großen Schwankungen, die sich nur in Teilbereichen decken. Die solare Erzeugung deckt sich erfreulich oft mit den kurzfristigen Tages- Verbrauchs-Schwankungen.

Unsere deutschen Großkraftwerke, Atom und Kohle sind eher Grundlastkraftwerke, die auf Tages-Schwankungen nicht bzw. nur schlecht und ineffizient reagieren können.
Zudem haben diese Kraftwerke, insbesondere die Atomkraftwerke eine sehr unsichere Verfügbarkeit. Gerade mal 50 % dieser Kraftwerke stehen im Durchschnitt zur Verfügung. Insbesondere in den Sommer-kritischen Zeiten (bei Hitze und Trockenheit) stehen sie nicht ! zur Verfügung, da die Kühlmöglichkeiten versiegen. Ganz abgesehen davon, dass Atomkraftwerke nicht verantwortbar sind. ...

Aus meiner Sicht haben wir in Deutschland, ja in ganz Europa weniger ein Strom- als ein Wärmeproblem.
Es wird zuviel Wärme ungenutzt abgegeben.

Eine Lösung dieser Probleme sehe ich darin, dass ab sofort alle Neubauten von Großkraftwerken (auch Blockheizkraftwerke) beendet werden. Insbesondere die Spitzenlastkraftwerke wie Öl- und Gaskraftwerke sind die größten Energieverschwender, da sie teuer und aufwendig in der Anschaffung und ineffizient im Betrieb sind. Die großen Blockheizkraftwerke arbeiten mit erschreckend niedrigem Wirkungsgrad, der im Schnitt unter 70 % liegt.

Stattdessen sollte das was wir haben genutzt werden:
Das vorhandene Stromnetz wird nur zu einem kleinen Teil genutzt, weil die Energie an die vielen Verbraucher bis auf wenige PV-Einspeiser nur einseitig transportiert wird.

Angenommen, man würde nur noch (Mini-) Blockheizkraftwerke fördern, zumindest nicht wie bisher behindern. Derzeit gibt es in Deutschland faktisch keine Förderung/keine Stromabnahme, weil die Bedingungen die allermeisten der möglichen Nutzer nicht eingehalten werden können. Die Bedingungen sehen eine Nutzungsdauer von mindestens 5.000 Stunden p. Jahr vor, es wird aber nur an rd. 2000 Stunden wärme benötigt. Somit werden die Betreiber verpflichtet Wärme ungenutzt an die Umwelt abzugeben, was natürlich die Anlage unrentabel macht.

Die Lösung des Problems:

Voraussetzung ist eine zentrale Steuerung der vielen Anlagen z. B. durch den Netzbetreiber.  

Hier in Stichpunkten die einzelnen Steuerungsparameter:

Leistungsklasse z.B. beginnend für Einfamilienhäuser 2-6 kWh el und 4-12 kWh thermisch (el. Wirkungsgrad ab 30 %).Die Steuerung würde höchstens einige 100 Euro kosten, weil die Geräte heute schon für wenige Euro im Handel sind. Eine Steuerung über Handy für ein Einfamilienhaus mit allen Heizkörpern kostet derzeit weniger als 200 Euro. ...

a) Steuerungsparameter 100 % volle Abgabe und Leistung der El. Energie für mind. 48 Std. am Stück bei gleichzeitiger Speicherung und/oder Verbrauch der therm. Energie; Speicher ist dann für weitere mind. 48 Std. voll.  Top-Spitzen-Stromvergütung.

b) Steuerungsparameter 0 % Abgabe und 0 % Verbrauch der El. Energie. Thermische und El. Energie wird voll zu Heizzwecken verwendet. Keine Vergütung des Strom und keine Minderung des eigenen Stromverbrauchs. Es ist z. B. zuviel Strom im Netz (Wind, ...) aber im Haus wird Wärme benötigt.

c) Teillastbetrieb; Normalbetrieb; elektrische Energie wird als Strom im Haushalt verbraucht (Waschmaschine, Trockner..... ) nur Überschuss wird ans Netz gegeben.  Normal-Strom-Vergütung.

d) Anlage ist nicht in Betrieb aber betriebsbereit, weil Sommer bzw. ausreichend Sonnenschein und über längere Zeit im Gebäude keine Wärme und im Netz keine zusätzlicher Strom benötigt wird.

Dieses System hätte folgende Vorteile:

Da es ab Einführung dieses Verfahrens um Großseriengeräte handelt, wären diese nicht wie bisher wesentlich teuerer als eine normale Heizung. Dies bedeutet, dass weder für Staat noch für Verbraucher noch für das Netz noch den Betreiber nennenswerte Mehrkosten entstehen.

Die Anlagen könnten im ersten Schritt sowohl mit Öl, mit Gas als auch mit Holzpellets ... betrieben werden, da selbst bei Betrieb mit Öl oder Gas in Höhe der Wärmenutzung eine enorme Primär-Energieeinsparung eintritt (40- über 70 %).

Wenn man davon ausgeht, dass jährlich in DE 35.000 Heizungsanlagen erneuert werden und diese eine Nutzungsdauer von 20 Jahren haben, können mind. 30.000 Anlagen pro Jahr in DE auf diese Weise installiert werden.

Der Öl und Gasverbrauch würde sofort gewaltig sinken, da die Anlagen im Falle der el. Erzeugung anstatt mit derzeit 35 % nun mit über 90 % Wirkungsgrad arbeiten.

Im Laufe der nächsten 10-15 Jahre sollten dann die Neu-Anlagen schrittweise immer mehr in Richtung nachwachsender Rohstoffe  betrieben werden, so dass man davon ausgehen kann, dass in etwa 40 Jahren (mit Puffer) zu 100 % regenerativ betrieben und der Strom in Kombination mit Wind, Wasser und Sonne ... zu 100 % regenerativ erzeugt werden. - Wohlgemerkt ohne zusätzliche Kosten!

Zusammen mit einigen bisher in der breiten Öffentlichkeit sowie auch im Großteil der Fachwelt noch nicht bekannten leichten Veränderungen in der Architektur, bei der der Energieverbrauch für die Gebäudeklimatisierung um rd. 80 % senken lässt, (in unserem Fall über 90 %), kann ich mir endlich eine wesentliche Veränderung vorstellen.

Das Konzept beruht auf langjähriger Erfahrung und verblüfft Besucher immer wieder, wie einfach und effektiv es funktioniert.

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Mit freundlichen Grüßen

Michael Eisenknappl